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Weiterbildung Familienaufstellung  Artikel zur Weiterbildung: Die letzte Antwort heißt immer Liebe

Ausbildung Familienaufstellung/Integrative Systemische Therapie

FamilenaufstellungSusanne hat in einer Familienaufstellung zum ersten Mal erfahren, wie sehr ihr Vater sie liebt. Bisher hat sie sein Verhalten nicht verstanden und sich oft abgelehnt gefühlt. Alles, was sie bisher über Männer geglaubt hat, ist durch die Aufstellung auf gute Weise ins Wanken geraten. Sie will mehr über Aufstellungen wissen und besucht Alfred Ramoda Austermann und Bettina Austermann, die seit 15 Jahren damit arbeiten.

Susanne: An eurem letzten monatlichen offenen Abend habe ich eure Arbeit kennen gelernt. Eure liebevolle und achtsame Arbeit hat mich sehr berührt. Was ist euch persönlich wichtig?

Bettina: Aufstellungen sind für uns das effektivste Werkzeug, das wir im Laufe der vielen Jahre therapeutischer und spiritueller Arbeit kennen gelernt haben.

Wir haben selbst für uns persönlich und auch bei unseren Klienten viele Jahre nach Antworten für bestimmte Symptome gesucht und sie häufig erst in der Aufstellungsarbeit gefunden. Wir sind sehr dankbar, diese Arbeit tun zu dürfen und sind begeisterte Vollblut-Aufsteller.

Besonders wichtig ist, uns auch der spirituellen Dimension, die wir in Aufstellungen fühlen können, zu öffnen. In Aufstellungen zeigen sich tiefe seelische Wahrheiten und Verbindungen sowohl zu unserer Familie als auch zu kollektiven Ereignissen wie Kriegsschicksale und Karmisches. Oft ist dies nicht bewusst.

Diese tiefe Verbindung, die aus Liebe geschieht, kann aber auch dazu führen, dass wir zum Beispiel Unrecht rächen wollen und Aggressionen spüren, die nicht unsere sind. Wenn wir unbewusst mit einem schweren Schicksal der Ahnen verbunden sind, kann es sein, dass wir uns zum Beispiel nicht erlauben, echtes Liebesglück zu leben, oder wir haben körperliche Schmerzen, beispielsweise weil wir die ungeweinten Tränen und auch den körperlichen Schmerz der Oma spüren, die ein Kind durch Diphtherie verloren hatte und nicht weinen konnte. Diese Liebe hilft aber niemandem.

Wenn der Ursprung in den Blick kommt, können sich die Schmerzen auflösen, die Aggression oder die Trauer unserer Ahnen verschwinden und wir können unser eigenes Leben hier und heute leben, uns auf eine Liebes beziehung einlassen und Erfolg an unserem Arbeitsplatz erleben. In der eigenen Mitte ruhend darf dann auch das Geld fließen. Aufstellungen schaffen Frieden.

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Aqua Release - Heilung im WasserSusanne: Ihr bietet in eurer Ausbildung auch Geburtsarbeit, Traumatherapie, Heilung des inneren Kindes, Aqua-Release®-Healing, karmische Aufstellungen und geistiges Heilen an.

Ramoda: Unsere Ausbildung setzt sich aus mehreren ergänzenden Methoden zusammen. Die Bindungsheilung liegt uns besonders am Herzen. Das ist die Heilung der Beziehung zur Mutter. Wer mit seiner Mutter in Frieden ist, kann sich auch auf einen Partner/eine Partnerin einlassen. Wir unterstützen und lehren die Heilung der Mutterbindung mit Geburtsarbeit, mit der Wiederholung der eigenen Geburt und mit der Heilung von dem, was dort vielleicht traumatisch war.

Nach so einer Arbeit ist immer eine sanfte, liebevolle und geborgene Stimmung in der Gruppe. Eine Aufstellung ist keine technische Frage, sondern eine Frage von geschärfter Wahrnehmung, von lesen, mitfühlen und verstehen, was sich in einer Aufstellung zeigt. Man kann lernen Energieströme zu erkennen und einzuordnen. Es ist gut zu wissen, dass starke geistige Kräfte am Werk sind, die mitunter auch die Heilung schwerer Krebserkrankungen unterstützen können. Wer mit Aufstellungen arbeitet, arbeitet auch mit einem großen machtvollen Feuer.

Mit diesem Feuer muss man umgehen können. Tiefenentspannung im körperwarmen Wasser als eine weitere Möglichkeit der Heilungsarbeit liegt uns auch sehr am Herzen. Hier können Verletzungen heilen, die vor der Geburt entstanden sind, wie der Tod des Zwillings oder Schweres, was die Mutter in der Schwangerschaft erlebt hat.

Im Wasser kann Urvertrauen entstehen, Traumen können sich auf lösen und vieles mehr. Wir können in der Kürze der Zeit nicht alle Methoden im Einzelnen genau darstellen. Der Schwerpunkt unserer Ausbildung ist aber immer das Aufstellen.

Susanne: Was ist der persönliche Gewinn, den ich habe, wenn ich eure Ausbildung mache?

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GeburtsarbeitRamoda: Wenn man zwei Jahre so intensiv miteinander wächst, bleibt es nicht aus, dass man viel über eigene Themen, die Heilung der eigenen Geschichte und der Familienthemen erfährt. Die Weiterbildung ist eine sehr intessive Zeit, die tiefe Anregungen gibt, die weit über diese Ausbildungszeit hinausgehen.

Aufstellungen sind in gewisser Weise eine Langzeittherapie, und manches, was sich zeigt, wird erst Jahre später deutlich, wirksam und verstehbar. Wenn ich die Ausbildung mache, kann ich mir recht sicher sein, dass ich eine tiefe Verbindung zu mir, zu meiner Geschichte und zu meinen Ahnen bekomme und auch eine tiefere Verbindung zu meiner eigenen Spiritualität. Ich kann Frieden finden mit Themen, die mich vielleicht sehr bedrückt haben. Wenn in der Gruppe so tiefe Heilungsarbeit passiert, öffnet das sehr.

Die Teilnehmer begegnen sich mit Respekt und Achtung, weil sie vieles voneinander sehen und miteinander teilen. Die Gruppe wird oft tragend für den Einzelnen. Die Aufstellungen und das, was in der Gruppe geteilt wird, schaffen Qualitäten von Liebe und Wahrheit. Diese sind wichtig, wenn man mit Menschen arbeiten möchte.

Susanne: Welche Rückmeldungen bekommt ihr von ehemaligen Teilnehmern der Ausbildung?

Bettina: Viele ehemalige Teilnehmer unserer Weiterbildung berichten uns von wichtigen Impulsen für die Heilung persönlicher Themen.

Manche erleben einen Durchbruch und können dann mit beiden Beinen im Leben zu stehen, für andere ist es vor allem eine Bereicherung an tiefem Verständnis für andere, an Mitgefühl, an Ideen und eine Unterstützung für den persönlichen Lebensweg.

Einige greifen die an sich selbst erfahrenen Methoden für ihre Arbeit auf und sind dankbar für die fachliche Kompetenz, die sie erworben haben.

Susanne: Kann ich am Ende der Ausbildung als Therapeut/in arbeiten?

Ramoda: Wer das möchte, kann am Ende der Ausbildung beginnen, mit Familienstellen zu arbeiten, und hat dafür viel Handwerkszeug mitgebracht. Manche gehen die ersten Schritte auch schon während der Ausbildung in ihrem Umfeld.

Wir vermitteln, wie man verantwortungsbewusst aufstellen kann, aber auch die Kompetenz, den Klienten da abzuholen, wo er gerade ist. Dazu gehört auch, seine Gefühle und Körpersprache wahrzunehmen und gegebenenfalls mit anderen Methoden zu arbeiten, wenn etwas anderes als eine Aufstellung gebraucht wird.

Wir wünschen uns, dass am Ende der Ausbildung Teilnehmer, die therapeutisch arbeiten möchten, den Klienten wirklich sehen und gut begleiten können.

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Susanne: Es gibt viele Ausbildungen in System - aufstellungen, viele dauern ein Jahr, und danach ist man Aufsteller. Warum macht ihr zwei Jahre?

Ramoda: Wer als Familiensteller arbeiten möchte, kommt mit sehr tiefen Schichten der Persönlichkeit in Kontakt und nicht nur mit der persönlichen Geschichte, sondern häufig auch mit schweren Schicksalen aus dem Familiensystem.

Bei einer Aufstellung kann sich eine Menge zeigen. Um damit gut und verantwortungsbewusst umgehen zu können, halten wir eine Weiterbildung, die gründlich ist, für dringend nötig. Man muss wissen, was man mit Aufstellungen bearbeiten kann und vielleicht sogar heilen darf.

Man muss aber auch wissen, an welcher Stelle man mit dieser Methode nicht weiter kommt, zum Beispiel bei Geburtstraumata, wenn die Geburt schwer war und das Kind oder die Mutter fast gestorben wäre.

Das Gleiche gilt für Verlassenheitstraumata, wenn Mutter und Kind nach der Geburt oder in den ersten Lebensjahren für längere Zeit getrennt wurden. Wenn jemand schwere Traumata in seinem Leben erlebt hat, wie beispielsweise schwere Unfälle, reicht es auch nicht, wenn man etwas aufstellt. Da ist auch traumatherapeutische Begleitung notwendig.

Susanne: Was kann man mit Aufstellungen noch klären?

Bettina: Mit den wunderbaren Möglichkeiten der Aufstellungen kann man verschiedenste Themen klären, beispielsweise mit der Aufstellung von Medikamenten und anderen Heilmethoden.

Dabei wird geprüft, was bei einer erkrankten Person hilfreich sein kann. Mit Wohnungs- und Praxisaufstellungen, kann man prüfen, ob sich die Menschen dort wohl fühlen können und was es braucht, wenn das nicht der Fall ist, wenn beispielsweise ein Haus keinen Käufer findet.

Wir zeigen Unternehmensaufstellungen, Aufstellungen von Organisationen und spielen auch mit Produktaufstellungen und den Werbestrategien am Markt.

Über den Weg der Aufstellungen kann man in kurzer Zeit sehr vieles erfahren. Für manche Teilnehmer entwickelt sich daraus später ein großes und sehr schönes Tätigkeitsfeld in der Unternehmensberatung.

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Susanne: Ich finde es spannend, was ihr über die Ausbildung erzählt. Brauche ich Vorkenntnisse, wenn ich bei euch die Ausbildung mache?

Bettina: Vorkenntnisse sind nicht Voraussetzung. Unsere Erfahrung ist, dass es sehr sensible Menschen gibt, die keinerlei therapeutische Vorkenntnisse mitbringen und trotzdem sehr gut Aufstellungen begleiten können.

Einzig wenn jemand psychotherapeutisch arbeiten möchte, sind weitere Aus- und Weiterbildungen, wie beispielsweise eine Heilpraktiker erlaubnis für Psychotherapie, sinnvoll.

Bei uns ist jeder herzlich willkommen, der ein Stück des Weges gehen möchte. Und so ist auch das Spektrum in unseren Weiterbildungen: Vom Handwerker bis zur Ärztin ist alles dabei.

Susanne: Ist diese Ausbildung irgendwo anerkannt?

Ramoda: Es gibt die Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen, das ist der Dachverband der Systemaufsteller und ein qualifizierter Verband von sehr erfahrenen und hochkarätigen Aufstellern und Therapeuten, der sich in der ersten Stunde um die Arbeit Bert Hellingers herum gebildet und sich seitdem sehr weiterentwickelt hat.

Von dieser Gesellschaft ist unsere Weiterbildung anerkannt.

Der DGfS ist es sehr wichtig, dass die Ausbildung auf hohem und qualitätsgesichertem Niveau stattfindet, die Ausbilder Supervision bekommen, sich weiterbilden und bestimmte Qualifikationen mitbringen, damit diese große Arbeit gut weitergegeben werden kann.

Susanne: Danke!


 

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